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Dies und das.

Wir haben ein gravierendes Problem in unserem kleinen Schloss: Mäuse!

Ersterer Versuch sie loszuwerden ist gescheitert. Die "ach so nette" Katze unserer Nachbarin wollte einfach nicht bei uns wohnenbleiben, erst recht keine Mäuse erschrecken oder fressen! Das wollte sie nicht beim ersten Versuch sie zu adoptieren, nicht beim zweiten und erst recht nicht beim dritten Versuch. Also haben wir diese Idee fallengelassen.

Da jedoch mittlerweile nicht nur das nächtliche Getrippel auf den Dachsparren nervt sondern auch unsere Nahrungsvorräte merklich weniger werden und Familie Maus Spuren aus kleinen schwarzen Körnchen hinterlässt mussten wir zu anderen Mitteln greifen.

Leon hat sich zwei klassische Käse-Holz-Zuschnappfallen ausgesucht, ich eine etwas größere metallene Zuschnappfalle. Beide funktionieren mit wunderbar billigem Käse. Mittlerweile haben wir zehn Todesfälle zu verzeichnen, allerdings keine Lebendgefangene. Insgeheim muss ich jedoch zugeben, dass das Zuschnappen der Todesfallen durchaus ein wohliges Gefühl hervorrufen. Die Maus sieht den Käseköder, will hineinbeissen und ZACK, innerhalb von einer 1/38tel Sekunde ist ihr das Genick gebrochen. Kein Blut, keine Schmerzen. Saubere Sache!

Mein Knäckebrot wies heute Morgen jedoch trotzdem Mäusespuren auf, so ein Pech aber auch...

 

 

Auf die momentan viel gestellte Frage was wir denn bitte im Winter täten an Arbeit wo doch die Ernte bereits bestellt sei und es weniger Tierbabys zum Versorgen gäbe...als Bauer repariert man Zäune! Alte müssen entfernt werden, neue Pfähle gebaut und installiert werden, Lücken im Stromnetz geschlossen werden. 

Gestern reparierten wir bei strahlendem Sonnenschein den Zaun einer Kuhweide. Man hätte meinen können es sei April, so ein frühlinghaftes Wetter! Der Bauer dem die Kuhweide gehört ist ziemlich lässig, er hat uns auf dem Frontlader des Traktors "transportiert", auf dem Hof und später sogar auf einer Autostrasse, gen Kuhweide. Das war ziemlich lustig, ein wenig wie Achterbahnfahren. Wessen Idee das wohl war? Wir sind jedenfalls gut von A nach B gekommen und es ist nichts passiert

 

Heute  Abend sind wir bei "den Protestanten", einer kinderreichen Familie im Nachbarort, zum Essen eingeladen. Anscheinend sind es die einzigen Protestanten in ganz Calvados, seit Monaten wird uns von ihnen erzählt und nun ist endlich soweit, bald werden wir wohl erstmals einen französischen Gottesdienst besuchen...katholische Messen heißen übrigens "messe", evangelische Gottesdienste "culte", kein Wunder, dass kein Mensch evangelisch ist bei dem Namen...

Ich finde es interessant, dass man sich allein durch die Zusammengehörigkeit zu einer Religion zusammengehörig fühlt und eingeladen wird! Es ist wirklich sehr nett...

 

 

Vor einigen Tagen waren wir wie öfters im Kino im nächsten Ort, haben uns "Les Intouchbles" angeschaut, guter Film. U.a. sind wir mit ein paar Bekannten dagewesen, auch einem 18-Jährigen aus  Belgien der momentan bei unseren Nachbarn arbeitet.

Der Belgier kommt aus dem flämischen Teil Belgiens und spricht daher einen niederländischen Dialekt. Und sie einer an, eine Konversation zwischen ihm in seiner Muttersprache und mir mit ein paar Brocken Plattdeutsch war möglich! So können wir uns nicht nur auf Französisch und Englisch unterhalten, nee, nu künn' wie ook 'n bietje Platt tosamm'n prooten!

 

Euch allen ein schönes Wochenende!

 Gesa

 

 

13.1.12 17:51

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