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Pomme de terre

Unseren ersten freien Sonntag haben Leon und ich dafür genutzt um mit dem Auto an's Meer zu fahren. In weniger als einer Stunde standen wir in Ouistreham am Atlantik

Neben einem ausgeprägten Strandspaziergang waren wir auch auf einem für uns exotischen Fischmarkt (ja, es gibt sonntags Märkte in Frankreich) und haben Miesmuscheln für's Abendbrot gekauft (lecker!).

Im schönen Ouistreham gibt es u.a. einen Fähranleger für die Fähre nach Portmouth (G.B.), kaum zu glauben, dass genau an diesem und weiteren Stränden im Jahr 1944 ein riesiges Blutbad zwischen der Deutschen Wehrmacht und den Alliierten stattgefunden hat!

Auf einem Abstecher in's sagenhafte Caen (200.000 Einwohner) haben wir uns vom Schloss aus einen guten Ausblick über die Stadt machen können, Fazit: hübsch und viel Altstadt, sonntags aber abseits des Schlosses tote Hose

 

 Meine Fahrkünste sind allerdings mal wieder auf die Probe gestellt worden, fremde "Großstadt" Caen, Auto mit Eigenleben, unbekannter Weg und französische Verkehrsregeln...

Sollte also jemand ein hoppelndes Auto auf einer Schnellstraße in Caen gesehen haben, Leon und Gesa on Tour :'D

 

 

Gestern fing nun also unsere "richtige Arbeit" an. Innerhalb der nächsten zwei Wochen schauen wir jeden Tag auf anderen Höfen, in andere Geschäften etc hinein.

Den ersten Tag habe ich auf der "Ferme pedagogique" bei unserer lieben Vereinspräsidentin und Nachbarin Veronique verbracht. U.a. galt es die hofeigenen Tiere zu versorgen, ich bin ganz begeistert gewesen, deshalb eine Aufzählung einiger Tiere, circa 6-8 Ponys, 1 Pferd, Esel, 1 Maultier, eine Kuh ("Noisette", Gänse, Hängebauchschweine, rosa Schweine, Hühner, Enten, zwei Truthähne, unzählige Katzen, Kaninchen, Ziegen...

 Brombeeren-, Pflaumen-, Äpfel pflücken, Salat anpflanzen, Kartoffeln ernten, Eier suchen etc., viel Arbeit gehabt in den ersten  Tagen, auch heute beim biologischen Gemüsefermeur im Nachbarort.

Wenn ihr die nächste Biokartoffel seht hadert nicht wegen des Preises! Biokartoffeln werden mit der Hand ausgegraben, dass ist ganz schön anstrengend, vor allem bei nassem, lehmigen Boden, sie werden gut behandelt, der Preis lohnt sich!- Ohja, die Wertschätzung von Lebensmitteln steigt in's Unermessliche :D

Leider ist mein Mittelfinger (Zufall?) grade sehr taub und er tut weh, ist eben blöd beim Wühlen nach Kartoffeln einen riesigen spitzen Stein zu erwischen....

Das Arbeiten macht trotzdem viel Spass, wir essen mittags bei der jeweiligen Familie, das ist schon sehr gesellig. Zum Dank für die Arbeit haben wir heute wieder viel Obst und Gemüse geschenkt bekommen, das erlaubt uns abends immer sehr nett zu kochen. Man gewöhnt sich übrigens an alles, auch an's späte Abendbrotessen (ab 21.00h) un das leckere französische Essen!

Mittlerweile bekommen wir auch fast immer sofort den Cuisiniere an, das Autofahren klappt doch ganz gut und die Abende sind mit Kartenspielen, kochen und essen sehr gesellig!

Bonne nuit!

 

20.9.11 23:29

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(21.9.11 18:20)
Oui, Ouistreham! ;D
Ich empfehle Port-en-Bessin, da gibts Muscheln, die größer als deine Hände sind ;D


Bettina (21.9.11 23:33)
"kaum zu glauben, dass genau an diesem und weiteren Stränden im Jahr 1944 ein riesiges Blutbad zwischen der Deutschen Wehrmacht und den Alliierten stattgefunden hat!" ....hihi, da kommt wieder die geschichts-LKlerin raus :D

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