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Salut de Paris!

Mein einjähriger Freiwilligendienst fing mit einem neuntägigen Seminar in Hirschluch (Brandenburg) an. Insgesamt haben sich über 130 Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) zum Seminar getroffen, sie gehen in die Länder Frankreich, Israel, USA, Norwegen, Niederlande, Belgien, Tschechien, Russland, Belarus, Ukraine. Es war schön bekannte Gesichter vom Vorbereitungsseminar vom Februar wiederzusehen Die Zeit in Hirschluch war geprägt von Projektarbeitsgruppen, thematischer Aufarbeitung der Shoa, Arbeit zur Identifizierung mit der Gruppe und viel Spass!

An Hirschluch habe ich viele schöne Erinnerungen, z.B. Standard- und Lateinamerikanischer Tanzkurs, morgendliches Frühjoggen mit Baden im Storkower See, Aufführung des beeindruckenden Inklusionszirkus' "Sonnenstich", interessante Vorträge (Psychische Krankheiten, Gender/Queer (jaha!), ASF...), lustige Fahrten im Singebus, Lagerfeuer, Auftritte der talentierten Seminarband, Spielbörsen etc.

Schockiert war ich von der dominanten Parteiwerbung der NPD in Storkow, beispielsweise durch hässliche Wahlplakate an jeder (!) Strassenlaterne und bewusste Provokationen uns, den Friedensdienstlern gegenüber.

Da wir Freiwilligen uns größtenteils im linken, grünen, christlichen, sozialdemokratischen, ökologischen oder friedenswilligen Millieu bewegen haben wir uns sehr provoziert gefühlt. Nächtliche Aktionen unsererseits gegenüber rechtsradikalenr Parteipropaganda sind sofort "behoben" worden, ich bin ziemlich sauer und überrascht gewesen. Glücklicherweise sind die rechtsradikalen Parteien in meiner Heimat Ostfriesland kaum vertreten! Auch bei den Seminarteamern ist der grundsätzliche Tenor unsererseits angekommen.

Gemeinsam mit einer örtlichen Widerstandgruppe gegen rechts konnten wir unseren Part gegenüber der rechten Partei leisten mittels Flyerverteilung und Gegenplakaten von "Keine Stimme den Nazis in Storkow und anderswo", gefällt mir!

 

Bei mehreren Ausflügen in die Bundeshauptstadt haben wir uns im "Haus der Wannseekonferenz" umgesehen, unsere Projekte in verschiedenen Kirchengemeinden vorgestellt, eine Stadtteilmütterführung in Neukölln wahrgenommen (empfehlendswert!) und einfach etwas Berliner Luft geschnuppert.


 

Jetzt sitze ich in Paris und bin ganz aufgeregt, denn in einer Stunde geht's 'gen Normandie!

Die gemeinsame Zeit in der Ländergruppe ist eine tolle Eingewöhnung gewesen, wieder viel dazugelernt,

NORMANDIE, je viens!

 

13.9.11 12:06

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Janna (14.9.11 22:18)
Wie KANN man nur einen Ort "Hirschluch" nennen?! Wer oder was hat das arme Völkchen soweit getrieben?!

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